Analytik von Vitaminen in Lebensmitteln

Die Vitaminanalytik erfolgt sowohl mikrobiologisch mit den eigens vom ifp Institut für Produktqualität entwickelten VitaFast®-Testkits als auch mittels instrumenteller Analytik (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie, HPLC).

Bestimmung wasserlöslicher Vitamine mittels VitaFast®

Die Analytik aller wasserlöslichen Vitamine (Ausnahme: Vitamin C) erfolgt mit den vom ifp entwickelten und produzierten VitaFast®-Testkits. Dabei handelt es sich um eine innovative Weiterentwicklung der offiziellen Methode, die seit Jahrzehnten der Goldstandard in der Analytik wasserlöslicher Vitamine ist. Der Nachweis und die Bestimmung des Vitamins erfolgt hierbei über Mikroorganismen, die zum Wachstum auf die Anwesenheit des jeweils zu bestimmenden Vitamins in der Probe angewiesen sind.

Diese Methode ist klassischerweise mit großem Arbeitsaufwand verbunden und erfordert eine hohe mikrobiologische Expertise. Die Bearbeitungsdauer bis zum Ergebnis beträgt zudem eine Woche oder mehr.

Mit VitaFast® ist es dem ifp gelungen, die offizielle Methode in ein gebrauchsfertiges (ready-to-use) Mikrotiterplattenformat zu überführen. So können eingesandte Proben sofort und mit höchster Präzision untersucht werden. Die Ergebnisse liegen in der Regel bereits nach nur 48 Stunden vor.

Die Bestimmung von Vitamin C (Ascorbinsäure) in Lebensmitteln erfolgt mittels einer enzymatischen Mikrotiterplattenmethode. Hier sind anders als bei der herkömmlichen Methode keine Einzelmessungen in Küvetten mehr erforderlich, wodurch sich Proben wesentlich effizienter bearbeiten lassen.

Bestimmungsgrenzen für wasserlösliche Vitamine in 100 g (ml)1

  • B1 (Thiamin): 0,012 mg
  • B2 (Riboflavin): 0,04 mg
  • B3 (Niacin): 0,016 mg
  • B5 (Pantothensäure): 0,04 mg
  • B6 (Pyridoxin): 0,002 mg
  • B7 (Biotin): 0,08 µg
  • B9 (Folsäure): 0,16 µg
  • B12 (Cyanocobalamin): 0,03 µg
  • Inositol: 0,5 mg
  • C (Ascorbinsäure): < 5 mg

1 Bei 1 g Probeneinwaage; die Bestimmungsgrenze lässt sich durch eine höhere Probeneinwaage weiter verringern.

Bestimmungsgrenzen fettlöslicher Vitamine und Vitamin C mittels HPLC in 100 g (ml)

Die fettlöslichen Vitamine sowie Vitamin C werden mittels Hochleistungsflüssigkeits-chromatographie (HPLC) bestimmt. Die Detektion erfolgt hierbei mittels Fluoreszenzdetektor (FLD) oder UV-Detektor mit Diodenarray (DAD).

  • A (β-Carotin/Retinol): 4,0 µg1
  • D2/D3 (Ergocalciferol/Cholecalciferol): 0,3 µg1
  • E (α-*, β-, δ-, ε-Tocopherol): 0,2 µg1
  • K1/K2 (Phyllochinon/Menachinon): 2,0 µg2
  • C (Ascorbinsäure): 0,5 mg3

bezieht sich auf eine Probeneinwaage von: 1 10 g; 2 3 g; 3 5 g
* Enantiomerentrennung von α-D- und α-L-Tocopherol möglich