Sulfit

Wo kommen Sulfite vor?

Die Salze und Ester der schwefligen Säure H2SO3 heißen Sulfite. In der Lebensmittelindustrie werden sie oft als Konservierungsmittel in Trockenobst, Kartoffelprodukten und Wein eingesetzt, wobei letzterer bereits einen natürlichen Anteil von Sulfiten aufweist.

In geringen Mengen sind Sulfite grundsätzlich in vergorenem Rebensaft enthalten. Durch die Hefen, die von Natur aus im Traubenmost vorhanden sind, wird schweflige Säure bei der Vergärung des Mostes gebildet. Deshalb liegt sie in Konzentrationen von bis zu 40 mg/l in allen Weinen vor.

Welche Auswirkungen haben Sulfite?

Im menschlichen Körper werden täglich etwa 2500 mg Schwefeldioxid produziert und als Sulfat ausgeschieden. Dosen von 1000 mg können aber deutliche Reaktionen hervorrufen. Zu den Symptomen gehören Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerzen.

Kennzeichnung

Die Richtlinie 2007/68/EC zur Änderung der Lebensmittelkennzeichnungsrichtlinie 2000/13/EC Anhang IIIa regelt die Kennzeichnung von Allergenen. Hier wird für Schwefeldioxid und Sulfite ein Schwellenwert von 10 mg/kg (l) ausgedrückt als SO2 festgelegt. Lebensmittel mit höheren Gehalten müssen als sulfit- oder schwefeldioxidhaltig gekennzeichnet werden.