GVO-Screening mittels real-time PCR

Das ifp Institut für Produktqualität bietet für den Nachweis von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Lebens- und Futtermitteln im ersten Schritt ein allgemeines Screening an. Bei diesem Screening handelt es sich um den Nachweis verschiedener DNA-Sequenzen, die sehr häufig in unterschiedlichen GVO verwendet werden. Durch eine gezielte Kombination verschiedener Screening-Elemente lassen sich daher allgemeine Aussagen über vorhandene gv-Linien in Lebens- und Futtermitteln ableiten. Die verwendeten Screening-Elemente decken dabei ca. 95 % aller möglichen GVO ab. Im Falle eines negativen Befundes ist die Analyse abgeschlossen.

Molekularbiologischer Nachweis typischer Screeningelemente

Lange Zeit waren der 35S-Promotor und der NOS-Terminator die in der Pflanzengentechnik relevantesten regulatorischen Genelemente, weshalb eine Analyse auf diese beiden Parameter ein nahezu lückenloses Screening der weltweit existierenden GVO ermöglichte. Die moderne GVO-Analytik jedoch verlässt sich bei der Beurteilung der An- oder Abwesenheit eines GVO in der Probe nicht mehr nur auf P-35S und T-NOS. Mehr und mehr neu zugelassene Events enthalten stattdessen andere Regulatoren. Neben Promotoren und Terminatoren ist außerdem auch ein Screening auf häufig verwendete, verschiedene Resistenzen verleihende Gene üblich.

Das ifp Institut für Produktqualität bietet die Analyse folgender Screening-Elemente an:

  • P-35S
    Promotorsequenz aus dem Blumenkohlmosaikvirus
  • T-NOS
    Terminatorsequenz der Nopalin-Synthase aus dem Bodenbakterium Agrobacterium tumefaciens
  • bar
    Gen für Phosphinothricin N-Acetyl-transferase aus Streptomyces hygroscopicus, Resistenz gegen das Herbizid Phosphinothricin (Glufosinat, z. B. LibertyLink und Basta)
  • CTP2-CP4EPSPS
    Übergang vom Chloroplasten-Transitpeptid zum Gen für 5-Enolpyruvylshikimat-3-Phosphat- Synthase aus Arabidopsis thaliana und Agrobacterium sp., Resistenz gegen das Herbizid Roundup-Ready (Glyphosat)
  • P-35S-pat
    Übergang vom Promotor des Blumenkohlmosaikvirus zum Gen für Phosphinothricin-N-Acetyltransferase aus Streptomyces viridochromogenes
  • nptII
    Markergen (Neomycin Phosphotransferase)
  • pat
    Gen für Phosphinotricin N-Acetyltransferase aus Streptomyces viridochromogenes, Resistenz gegen das Herbizid Phosphi-nothricin (Glufosinat, z. B. LibertyLink und Basta)
  • P-FMV
    Promotor aus dem Figwort-Mosaic-Virus

Die Screening-Datenbank von ifp und transGEN

Das ifp hat mit dem Informationsportal transGEN eine erweiterte Version der auf der transGEN-Website abrufbaren GVO-Datenbank veröffentlicht. Die neue Datenbank enthält erstmalig die Suchfunktion „Nach Pflanzenart und Screening-Elementen“, mit der sich mit wenigen Mausklicks beliebige Kombinationen von zwölf verschiedenen genetischen Elementen abfragen lassen – eine enorme Erleichterung bei der Auswahl molekularbiologischer Analyseergebnisse. Einfache Tabellen, wie sie zuvor bei der Auswertung von Screening-Ergebnissen verwendet wurden, beinhalten in der Regel nur eine Handvoll Screening-Elemente und sind ab einer gewissen Datenmenge unübersichtlich und umständlich in der Handhabung.

Anmeldung und Datenschutz

Zur Screening-Datenbank gelangen Sie über den Link http://ifp.transgen.de.

Um das neuartige Screening-Tool zu nutzen, müssen sie sich lediglich einmalig durch Angabe Ihres Namens und Ihrer E-Mail-Adresse registrieren. Wenn Sie bereits registriert sind, genügt es sich mit Ihrer E-Mail-Adresse anzumelden. ifp und transGEN garantieren, dass Ihre Daten nicht an Dritte weitergegeben werden. Die Anmeldung dient ausschließlich der internen Dokumentation.

Nachfolgend finden Sie eine Kurzanleitung für das Screening-Tool (zum Vergrößern klicken).

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