Liste der in der EU kennzeichnungspflichtigen Allergene

Die Richtlinie 2007/68/EC zur Änderung der Lebensmittelkennzeichnungsrichtlinie 2000/13/EC Anhang IIIa regelt die Kennzeichnung von Allergenen. Diese „Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen“, sind auch in Anhang II der  Lebensmittelinformationsverordnung (Verordnung [EU] Nr. 1169/2011) gelistet. Die Verordnung sieht Ausnahmen vor.

Kennzeichnungspflichtige Stoffe/Erzeugnisse, die Allergien/Unverträglichkeiten auslösen

  • Glutenhaltiges Getreide (d. h. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel u. a.) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse
  • Krebstiere und Krebstiererzeugnisse
  • Eier und Eierzeugnisse*
  • Fisch und Fischerzeugnisse
  • Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse
  • Soja und Sojaerzeugnisse
  • Milch und Milcherzeugnisse (einschließlich Laktose)*
  • Schalenfrüchte, d. h. Mandel (Amygdalus communis L.), Haselnuss (Corylus avellana), Walnuss (Juglans regia), Kaschunuss (Anacardium occidentale), Pecannuss (Carya illinoiesis (Wangenh.), Paranuss (Bertholletia excelsa), Pistazie (Pistacia vera), Macadamianuss und Queenslandnuss (Macadamia ternifolia) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse
  • Sellerie und Sellerieerzeugnisse
  • Senf und Senferzeugnisse
  • Sesamsamen und Sesamsamenerzeugnisse
  • Schwefeldioxid und Sulfite in einer Konzentration von mehr als 10 mg/kg oder
    10 mg/l als SO2 angegeben
  • Lupine sowie Erzeugnisse daraus
  • Weichtiere (Mollusken) sowie Erzeugnisse daraus

* Deklaration von Ei und Casein in Wein

Eialbumin und (Ei-)Lysozym sowie Casein werden als Hilfsmittel zur Weinklärung verwendet, waren jedoch bis zum 30.06.2012 gemäß Richtlinie 2005/26 von der Deklarationspflicht als Zutat in Weinen ausgeschlossen. Weine, die vor diesem Stichtag in den Handel gebracht/etikettiert wurden, dürfen noch bis zur Erschöpfung der Bestände verkauft werden.

Allergene in WeinBei allen neueren, mit diesen Mitteln behandelten Weinen hingegen müssen die Allergene als Zutat gekennzeichnet werden. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vertritt jedoch die Rechtsmeinung, dass die Deklarationspflicht entfällt, wenn diese Stoffe im Endprodukt (verkaufsfertiger Wein) nicht nachweisbar sind.