Futtermittel und Heimtiernahrung

Futtermittel ist ein Sammelbegriff, der Nahrungsmittel für alle vom Menschen gehaltenen Tiere umfasst. Dies beinhaltet sowohl Futter für landwirtschaftliche Nutztiere als auch für im oder am Haus gehaltene Kleintiere. Bei letzteren spricht man in der Regel von Heimtierfutter oder auch Heimtiernahrung, zu den Hauptgruppen zählen hierbei Hunde, Katzen, Fische, Nagetiere, Vögel und Reptilien.

Diese Futtermittel sind speziell auf die physiologischen Bedürfnisse der jeweiligen Tiergruppe ausgerichtete Tiernahrungen. Je nach Wassergehalt unterscheidet man bei Fertigfutter zwischen Trockenfuttermitteln und Feuchtfuttermitteln. In der Regel werden Heimtierfuttermittel industriell gefertigt und zu über 90 % eingekauft.

Europäisches Futtermittelrecht

Die Herstellung und Verwendung von Futtermitteln sind sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene streng geregelt. Dies gilt für Nutztiere (Lebensmittel liefernde Tiere, Pferde und Pelztiere) ebenso wie für Heimtiere. Die Lebensmittel-Basisverordnung (Verordnung [EG] Nr. 178/2002) regelt ein neues Verantwortungsprinzip in Europa. Lebensmittel- und Futtermittelunternehmer sind allein verantwortlich für die Sicherheit der von ihnen hergestellten Produkte. Aufbauend darauf wurden zahlreiche EU-Verordnungen erlassen, die unmittelbar auch in Deutschland gelten. Sowohl das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch als auch die Futtermittelverordnung dienen der Umsetzung verschiedener EU-Vorschriften, der Bestimmung von Zuständigkeiten auf Bundes- und Länderebene sowie einigen spezifisch deutschen Vorschriften.

Zusammensetzung und Analytik von Futtermittel

Futtermittel unterliegen einer strengen Kontrolle und werden hinsichtlich ihrer Zusammensetzung (Protein, Fettgehalt, Rohasche, Rohfaser, Feuchtigkeit) getestet. Angereichert werden Futtermittel zudem mit Mineralien oder Vitaminen. Schadstoffe und Rückstände werden ebenso untersucht wie mikrobiologische Parameter.